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85 Millionen Euro Förderung des BMAS und aus dem ESF

Unter dem Motto "Integration durch Austausch - Brücken bauen - Arbeit schaffen" fand am 03. Dezember 2009 in der Geschäftsstelle des bsw die regionale Auftaktkonferenz der beiden sächsischen IdA-Verbünde „Mobilität Erwachsener im Erzgebirge (MEERZ-IdA)“ sowie “IdA im Dreiländereck Elbe-Labe-Neiße-Nisa“ statt. Die Anwesenheit von über 70 Gästen aus dem In-und Ausland, darunter VertreterInnen aus Ministerien, der Agentur für Arbeit, der Argen, öffentlicher und privater Bildungseinrichtungen sowie Wirtschaftsverbänden, war Beleg für das hohe Interesse an diesem Bundesprojekt. Ein besondere Gruß galt dabei Frau Mechthild Jürgens vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Frau Jutta Cordt, der neuen Chefin in der Regionaldirektion Sachsen der Bundessagentur für Arbeit sowie Herrn Michael Denkert, Leiter des Stabes Geschäftsführung in der Regionaldirektion.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert der Europäischen Sozialfonds (ESF) das Programm „Integration durch Austausch (IdA)“. Das geförderte Programm beschreitet neue Pfade zur besseren beruflichen Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt. Jugendlichen und jugendlichen Erwachsenen ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung oder mit Lernschwächen, Alleinerziehenden wird die Möglichkeit geboten, berufspraktische Erfahrungen im EU-Ausland zu sammeln sowie sprachliche und soziale Kompetenzen im europäischen Ausland zu erwerben.

In einer bundesweiten Auftaktveranstaltung am 09. und 10. November in Görlitz, erklärte Sabine Baun, Unterabteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, "durch die Erfahrungen in anderen Ländern werden die Chancen für diese jungen Menschen verbessert, auf dem deutschen Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen".

Bundesweit wird in 70 Projekten mit Partnerorganisationen aus ganz Europa daran gearbeitet, die beruflichen Perspektiven für arbeitslose Jugendliche durch europäische Austauschprojekte zu verbessern.

Das vom bsw in Zusammenarbeit mit der Firma ORB koordinierten Verbundvorhaben “IdA im Dreiländereck Elbe-Labe-Neiße-Nisa“ ist eine Ergänzung der Integrationsaktivitäten für die Zielgruppe junge Erwachsene an der Schwelle Ausbildung – Beruf seitens der beteiligten ARGEn und Arbeitsagenturen, die mit den herkömmlichen Arbeitsmarktinstrumenten nicht oder nicht ausreichend erbracht werden können. Ziel ist es, die durch das Vorhaben erzielte Motivation der TeilnehmerInnen für die Arbeitsuche zu nutzen und sie so in Beschäftigung zu bringen. Die Zielgruppe weist zusätzliche Vermittlungshemmnisse auf wie längere Dauer der Arbeitslosigkeit, fehlende Berufserfahrung, diskontinuierliche Lebensläufe und/oder Verantwortung für ein Kind als Alleinerziehende/ Berufsrückkehrer. Es bedarf zusätzlicher Hilfen und Unterstützung, die mit den herkömmlichen Arbeitsmarktinstrumenten nicht oder nicht ausreichend erbracht werden können. Die im Rahmen von Gruppentrainingsmaßnahmen und/oder Arbeitsgelegenheiten festgestellten Kompetenzen werden im Verbundvorhaben ergänzt bzw. gebildet durch die Vermittlung/Erreichung sozialer Kompetenzen sowie die Sammlung von Berufserfahrungen in Unternehmen. Durch den transnationalen Austausch erweitern sich für die jungen Menschen der Kultur- und Lebensraum sowie der Arbeitsmarkt im In- und Ausland. Die erreichten Fähigkeiten und Fertigkeiten werden nach Ende des Verbundvorhabens von den Absolventen in weiterführenden Maßnahmen wie „Vermittlung durch Dritte“, BGS, VGS, AGH genutzt, um nachhaltig in Beschäftigung einzumünden.
In den kommenden 30 Monaten werden aus einem Teilnehmerpool der anvisierten Zielgruppe ca. 250 Personen in Kompetenzfeststellung übergeleitet und daraus wiederum ca. 150 Teilnehmer für den vorgesehenen Austausch ausgewählt. In einer Vorbereitungsmaßnahme werden erforderliche Soft Skills wie interkulturelle Kompetenz, Sprache und Persönlichkeit vermittelt. Für den nachfolgenden Auslandsaufenthalt mit einer Dauer zwischen 2-3 Monate sind Einsatzorte in Polen, Tschechien und Österreich vorgesehen. Der Einsatz erfolgt in Form von themenspezifischen Camps. Neben der Mobilitätsmaßnahme bildet der Austausch auf Expertenebene einen weiteren Schwerpunkt im Gesamtkonzept des Projektvorhabens.